Ehrlichiose

Ehrlichiose

Ehrlichia canis ist ein in den Monozyten (Blutzellen, die für die unspezifische Immunabwehr zuständig sind) lebender Erreger, welcher beim Biss der braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) übertragen wird.

Ehrlichien kommen vor allem in Europa südlich der Alpen, Afrika, Amerika und Asien vor. Wirt für den Erreger: Hunde. Die Zeit von Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung liegt zwischen 7-15 Tagen. Bei der Ehrlichiose können drei verschiedene Phasen der Erkrankung unterschieden werden:

AKUTE PHASE

Mattheit, Depression, Verweigerung der Futteraufnahme, Atemnot, Fieber, Lymphknotenschwellung, Milzvergrößerung, Gewichtsverlust, punktförmig bis flächenhafte Blutungen in Haut und Schleimhäuten, Nasenbluten, Erbrechen und Atemnot.

SUBKLINISCHE PHASE

Die Hunde erscheinen gesund. Nur bei einer Blutentnahme können Veränderungen der Blutplättchen (Erniedrigung der Thrombozyten) und eine Erhöhung des Gammaglobulins festgestellt werden. Diese Phase dauert Wochen bis Monate.

CHRONISCHE PHASE

Schwäche, Mattheit, Verweigerung der Futteraufnahme, anhaltender Gewichtsverlust, Fieber, Lymphknotenschwellung, Milzvergrößerung, Wasseransammlung (Ödem) in den  Hintergliedmaßen und des Hodensacks (Skrotum), blasse Schleimhäute, Blutungsneigung, eitrig-schleimiger Augen- und Nasenausfluss, Nasenbluten, blutiger Urin- und Kotabsatz (Teerstuhl, Melaena). Des Weiteren können Atemproblematik, Nierenschädigungen und zentralnervöse Störungen (Blindheit, Lähmungen, Krämpfe) auftreten.

VORBEUGUNG

Die sicherste vorbeugende Maßnahme besteht darin, die Hunde nicht mit in Risikogebiete zu nehmen. Falls dies nicht möglich ist, sollten die Hunde nach jedem Spaziergang auf Zecken untersucht und diese entfernt werden. Ansonsten können auch zeckenabwehrende und zeckenabtötende Mittel verwendet werden.

Bei Hunden die sehr häufig mit Zecken in Kontakt kommen können (z. B.: Jagdhunde), empfiehlt sich auch eine Impfung gegen die Borreliose.