Borreliose

Borrelien werden durch die Zecken Ixodes spp., insbesondere den Holzbock (Ixodes ricinus) übertragen. Dieser kommt auch in Mitteleuropa vor und lebt bevorzugt in Laub- und Mischwäldern mit Kraut- und Strauchbewuchs und einer feuchten Bodenschicht.

Die Übertragungszeit der Borrelien beträgt zwischen 16 und 72 Stunden nach dem Biss. Die Inkubationszeit beträgt 2 – 5 Monate. Die meisten Infektionen verlaufen symptomlos.

In anderen Fällen kommt es Wochen bis Monate nach einem Zeckenbiss zu reduzierter Futteraufnahme, Fieber, Lahmheit, Schwellungen und/oder Schmerzhaftigkeit eines oder mehrerer Gelenke, der Muskeln oder der Wirbelsäule.

Des Weiteren kann es zu einer akuten Hautentzündung kommen, sowie zu Nervenentzündungen mit Überempfindlichkeit im Rückenbereich oder Lähmungserscheinungen.

Durch eine Nierenbeckenentzündung (Glomerulonephritis) kommt es zu Proteinverlust über die Niere mit Proteinurie (= Ausscheidung von Eiweiß über den Urin) und Hypalbuminämie. In der Folge zeigen sich Abmagerung, später Nierentubulusschäden und schließlich Nierenversagen.

Das Entfernen der Zecken innerhalb der ersten 12 – 24 Stunden kann eine Borrelienübertragung verhindern. Außerdem kann eine medikamentöse Behandlung gegen den Befall von Zecken als Prophylaxe durchgeführt werden.

Bei Hunden die sehr häufig mit Zecken in Kontakt kommen können (z. B.: Jagdhunde), empfiehlt sich auch eine Impfung gegen die Borreliose.