Babesiose

Babesien werden in Europa vor allem durch die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) übertragen. Die Übertragungszeit vom Biss bis zur Infektion beträgt zwischen 12-72 Stunden.
Die Inkubationszeit beträgt zwischen 5-7 Tage (bis zu 3 Wochen).

Es kommt schubweise zu einer Ausbreitung der Parasiten mit dem Blut. Zwischen den Schüben sind die Babesien im Blut nicht nachweisbar.

Der Verlauf ist meistens akut. Es können Hunde aller Altersstufen betroffen sein.

Die Symptome hängen vom Schweregrad des Krankheitsverlaufs ab. Junghunde, Hunde unter Stress oder Hunde, die gleichzeitig von anderen Parasiten (Leishmanien, Ehrlichien) befallen werden, können perakut (plötzlich) an Atem- oder Kreislaufinsuffizienz (Insuffizienz = Versagen) sterben.

Ansonsten äußert sich der Beginn der Erkrankung mit Fieber bis 42°C, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, schnellem Konditions- und Gewichtsverlust. Weitere Symptome, die sich anschließen sind blasse (anämisch) oder gelbliche (ikterisch) Schleimhäute, Ausscheidung des Blutfarbstoffes über den Urin (blutroter Urinabsatz), Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum, Atemnot, Erbrechen.

Des Weiteren können auch Symptome des Zentralen Nervensystems in Form von Lähmungserscheinungen, epileptiformen Anfällen und Bewegungsstörungen auftreten.

Folgeerkrankungen der akuten Babesiose sind akutes Nierenversagen und hämorrhagische (blutige) Enteritis (Darmentzündung).

Der chronische Verlauf der Babesiose äußert sich in Schwäche, Abmagerung, vorübergehend ansteigende Temperatur und einer ausgeprägten Blutarmut.

Zur Vorsorge können Besitzer ihre Hunde direkt nach jedem Spaziergang auf Zecken untersuchen und diese entfernen. Außerdem kann eine medikamentöse Behandlung durchgeführt werden.