Anaplasmose

Anaplasmen sind in den Blutzellen (neutrophile und z.T. eosinophile Granulozyten) lebende Erreger. Sie werden durch Zecken der Art Ixodes ricinus übertragen. Die Dauer der Übertragung liegt bei unter 24 Stunden.

Anaplasmen kommen vermutlich in ganz Europa vor. Nachgewiesen wurden sie bereits in Deutschland, Niederlanden, Frankreich, Schweiz, Spanien, Portugal, Italien, Polen, Bulgarien, Slowenien, Norwegen, Schweden und Großbritannien.

Hauptwirte sind neben Hunden auch Katzen, Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde und Menschen.

Die Zeit von Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung liegt bei 4-11 Tagen.

Die Symptome sind äußerst vielgestaltig: plötzlich einsetzendes hohes Fieber, Apathie, Fressunlust (Anorexie), Erbrechen, Durchfall, Muskelschmerzen, zentralnervöse Symptome mit Hirnhautentzündung (Meningitis und Meningoencephalitis), Netzhautablösung, Erblindung und Lahmheiten durch Gelenkentzündung an unterschiedlichen Gelenken.

Vorbeugend sollten Tiere nach jedem Spaziergang direkt auf Zecken untersucht und diese entfernt werden. Ansonsten stehen Zeckenabwehrende und Zeckenabtötende Mittel als Spot on zur Verfügung.